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Mann beim Unterschreiben des Heil- und Kostenplanes
© Jürgen Fichie/Fotolia
Debatte um Gesundheitsreform und soziale Gesundheit
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Duisburg - Die Linke kritisiert Gesundheitsreform

Die Linke in Duisburg kritisiert die geplante Gesundheitsreform und warnt vor neuen Belastungen für Menschen mit wenig Geld. Welche Folgen sie besonders problematisch findet.


Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 10:03

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Die Linke Duisburg hat sich mit einer Pressemitteilung gegen die geplante Gesundheitsreform positioniert. Der Kreisverband spricht von einer Entwicklung, die Menschen mit wenig Einkommen besonders hart treffen könne. Nach Darstellung der Partei vertiefe die Reform bestehende soziale Unterschiede, statt sie auszugleichen. Als Beleg verweist Die Linke auf Unterschiede bei der Lebenserwartung zwischen armen und wohlhabenden Menschen. Außerdem nennt sie Zahlen zur Armutsgefährdung in Nordrhein-Westfalen, im Ruhrgebiet und in Duisburg. Die Mitteilung ist am 11. Juni 2026 veröffentlicht worden.


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Armutszahlen und sozialer Druck in Duisburg

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Im Mittelpunkt der Kritik steht die soziale Lage in Duisburg. Die Linke verweist darauf, dass Duisburg im Vergleich der Armutsgefährdungsquoten großer deutscher Städte 2024 bei 26,7 Prozent gelegen habe. Außerdem heißt es in der Mitteilung, dass 2025 in Duisburg, Essen und Dortmund mehr als jeder fünfte Mensch in einem einkommensarmen Haushalt gelebt habe. Für ganz Nordrhein-Westfalen nennt die Partei rund 3,2 Millionen armutsgefährdete Menschen. Aus Sicht des Kreisverbands zeigt das, wie groß der Handlungsbedarf gerade in Duisburg ist. Als mögliche kommunale Maßnahmen nennt Die Linke einen Sozialpass und ein Sozialticket.


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Duisburg  - Die Linke kritisiert Gesundheitsreform
© Olaf Ziegler/FUNKE Foto Services
Warum "Die Linke" vor den Folgen der Reform warnt
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Kritik an Zuzahlungen und Wartezeiten

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Die Partei sieht vor allem bei Menschen mit wenig Geld konkrete Risiken im Alltag. In der Mitteilung heißt es, schon heute verzichteten manche Menschen auf notwendige Medikamente, weil sie sich Zuzahlungen nicht leisten könnten. Dazu wird Hausarzt Michael Janßen zitiert, der auch Vorstandsmitglied des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte ist. Er wird mit den Worten wiedergegeben: „Schon heute verzichten Menschen auf notwendige Medikamente, weil sie sich die Zuzahlungen nicht leisten können.“ Die Linke nennt außerdem lange Wartezeiten bei Fachärzten und bei Psychotherapien für gesetzlich Versicherte. Kritisch bewertet der Kreisverband auch das Ende der Familienmitversicherung ab 2028, weil dadurch Haushalte mit knappem Budget zusätzlich belastet würden.


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Diese Änderungen fordert Die Linke

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Inhaltlich fordert Die Linke nach eigenen Angaben mehrere grundsätzliche Änderungen im Gesundheitssystem. Dazu gehört, dass alle Einkommensarten in die Berechnung von Beiträgen einbezogen werden sollen. Außerdem verlangt die Partei die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. Hinzu kommt die Forderung nach einer Bürgerinnen- und Bürgerversicherung für alle. Nach Vorstellung des Kreisverbands soll sich die Gesundheitsversorgung stärker am Gemeinwohl orientieren und nicht weiter privatisiert werden. Die Aussagen in dem Papier geben die Position der Partei wieder.


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