
Vor dem Landgericht Duisburg hat heute der Prozess gegen einen 26-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz begonnen. Nach der Verlesung der Anklage legte der Angeklagte ein Geständnis ab. Er gab zu, zwischen dem 30. November und dem 6. Dezember 2025 insgesamt sechs Raubüberfälle begangen zu haben. Vier Taten haben sich in der Duisburger Innenstadt ereignet. Je ein weiterer Überfall wird ihm in Meiderich und in Neukirchen-Vluyn vorgeworfen. An zwei Tagen soll der Mann sogar jeweils zweimal zugeschlagen haben.
Immer die gleiche Vorgehensweise
Nach Angaben im Prozess ging der Angeklagte bei den Überfällen immer ähnlich vor. Er bedrohte Kassiererinnen mit einem Messer und ließ sich Geld geben oder griff selbst in die Kasse. Die größte Beute machte er in einem Euroshop am Sonnenwall in der Duisburger Innenstadt. Dort nahm er 800 Euro aus der Kasse mit. In einem Blumenladen an der Kuhstraße hatte er kurz zuvor dagegen keinen Erfolg. Dort war die Kasse leer, sodass er ohne Beute blieb.
Drogensucht als Motiv
Als Grund für die Taten nannte der Angeklagte seine langjährige Drogensucht. Nach seinem Geständnis, hatte er hohe Schulden bei Dealern gehabt. Weil er keine Drogen mehr bekommen hat, ist er auf die Idee zu den Überfällen gekommen. Das Gericht muss nun prüfen, wie die Taten rechtlich zu bewerten sind und welche Folgen das Geständnis für das Verfahren hat. Ein Urteil in dem Prozess soll im Juni verkündet werden.