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Drogenszene am Platanenhof in Duisburg: Anwohner fordert Maßnahmen
© Radio Duisburg
Hinter den Büschen am ehemaligen Spielplatz am Platanenhof türmt sich teilweise der Müll.
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Drogenszene am Platanenhof in Duisburg: Anwohner fordert Maßnahmen

Am Platanenhof in Hochfeld treffen sich inzwischen regelmäßig Drogenkonsumenten. Anwohner kritisieren die Situation und fordern eine Lösung für den Platz neben dem neu errichteten Hochfelder Bogen. Wie Polizei, Stadt und Suchthilfeverbund die Situation einordnen und was geplant ist.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 11:44

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Öffentlicher Drogenkonsum schreckt Anwohner ab

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Manolo Luckfiel nutzt die Grünfläche am Platanenhof regelmäßig auf dem Weg mit seinen Kindern. Dort beobachtet er häufig Gruppen von mehr als zehn Personen, die Drogen konsumieren. "Ob mit Spritze oder nicht, lässt sich schwer einschätzen. Aber dieses Bild ist für mich und für Kinder massiv abschreckend", sagt Luckfiel. Besonders von der neuen Brücke aus, dem Hochfelder Bogen, sieht er Menschen, die mit Feuerzeugen Substanzen erhitzen. Die Wiese könnte als Picknickplatz oder zum Fahrradfahren dienen, doch die Drogenszene verhindere eine normale Nutzung. Luckfiel befürchtet, dass auch Besucher der IGA 2027 die Situation wahrnehmen werden.

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Polizei: Platanenhof kein Drogenschwerpunkt

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Die Polizei Duisburg registrierte für das Jahr 2026 bis zum 11. Mai vier Anzeigen im Bereich der Rauschgiftkriminalität am Platanenhof. Der Bereich zähle aus polizeilicher Sicht nicht als Schwerpunkt der Drogenkriminalität im Stadtgebiet. Die Behörde fordert Bürger auf, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden, damit Einsatzkräfte Maßnahmen treffen und einen Gesamteindruck der Lage erhalten können. Manolo Luckfiel sieht das auch kritisch und wünscht sich weitergehende Lösungsansätze: "Man sollte hier dauerhaft was versuchen, vielleicht eine höhere Präsenz, vielleicht das hier irgendwie im grünen Bereich anders zu gestalten, vielleicht Bäume und Strukturen wegzunehmen zur Not, dass halt dieser Dunkelraum weggenommen wird, dass man vielleicht strukturiertere Maßnahmen setzt, anstatt nur 'rufen Sie die Polizei'. Vielleicht braucht man gar nicht so große Keule schwingen, vielleicht reicht einfach nur eine Schaukel."

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Stadt verweist auf Zuständigkeiten und Reinigung

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Die Stadt Duisburg betont, dass beim Thema Drogen primär die Polizei zuständig sei. Die Situation am Platanenhof sei bekannt. Der Städtische Außendienst (SAD) war bereits gemeinsam mit der Polizei vor Ort und reagiere stets kurzfristig auf Beschwerden. Auch im Zuge der IGA 2027 werde der SAD die Örtlichkeit weiter kontrollieren. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg reinigen die betroffene Fläche einmal pro Woche und bei zusätzlichem Bedarf. Luckfiel kritisiert diese Antworten als unzureichend. Er fordert präventive Maßnahmen, beispielsweise bauliche Veränderungen – etwa das Entfernen von Büschen, um Rückzugsorte zu beseitigen, bevor das Areal noch weiter verkommt. "Noch ist der Löwenzahn nicht gewachsen, aber muss er erst wachsen?", fragt Luckfiel.

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Suchthilfeverbund: Maßnahmen in Arbeit

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Mustafa Arslan, Geschäftsführer des Suchthilfeverbunds Duisburg, bestätigt, dass der Platanenhof als Treffpunkt der Drogenszene bekannt ist. Der Suchthilfeverbund arbeite eng mit dem Stadtteilbüro Hochfeld zusammen, um Lösungen zu finden. Ein Maßnahmenkatalog sei in Arbeit. Arslan weist jedoch auf fehlende Kapazitäten hin: Mit der aktuellen Anzahl an Streetworkern könne der Suchthilfeverbund kaum der Lage gerecht werden. Längerfristig soll der geplante Drogenkonsumraum in der Duisburger Altstadt Entlastung bringen. Ab 2027 wird der Suchthilfeverbund auf der Kasinostraße neben dem Konsumraum ein Café mit Dusch- und Waschmöglichkeiten, Streetwork und niedrigschwelliger Beratung für wohnungslose Drogenkonsumenten anbieten. Ähnliche Angebote leistet der Suchthilfeverbund bereits seit Jahren an der Gutenbergstraße.

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