
Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Nach Angaben der Sana Kliniken Duisburg sind Menschen aller Altersgruppen betroffen. Typische Auslöser sind unter anderem Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Lebensmittel oder Medikamente. Laut einer AOK-Umfrage aus April 2025 lebt mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland mit einer ärztlich diagnostizierten Allergie. 59 Prozent der Betroffenen leiden demnach unter einer Pollenallergie. Auch bei Kindern spielt das Thema eine große Rolle: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lebt inzwischen jedes fünfte Kind in Deutschland mit einer allergischen Erkrankung. (radioduisburg.de)
Bethesda-Experte aus Duisburg erklärt Ursachen und Risiken
Dr. Akin Yildirim ist Oberarzt der Klinik für Pneumologie, Thorakale Onkologie und Beatmungsmedizin im Evangelischen Krankenhaus BETHESDA. Er beschreibt Allergien als überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Umweltstoffe. „Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Umweltstoffe, sogenannte Allergene“, sagt Dr. Akin Yildirim. Nach seiner Einschätzung nehmen vor allem Pollenallergien, allergisches Asthma und Hausstaubmilbenallergien seit Jahren zu. Als Gründe nennt er den Klimawandel mit längeren Pollensaisons, Luftschadstoffe, Veränderungen im Lebensstil und eine geringere mikrobielle Vielfalt. Besonders ausgeprägt sei diese Entwicklung in industrialisierten Ländern, sie sei aber weltweit zu beobachten.
Welche Beschwerden Betroffene ernst nehmen sollten
Allergien können laut Dr. Yildirim nicht nur Augen, Nase, Haut und Atemwege betreffen, sondern auch die Lebensqualität deutlich einschränken. Viele Betroffene leiden unter Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit. Unbehandelte Allergien können sich zudem verschlimmern und in ein allergisches Asthma übergehen. Besonders wichtig sei deshalb, Beschwerden frühzeitig ärztlich abklären zu lassen. Dazu zählen nach Angaben des Experten wiederkehrender Husten, Belastungsatemnot, pfeifende Atmung oder länger anhaltender Heuschnupfen. Gerade chronischer Husten werde häufig unterschätzt und nicht sofort mit einer Allergie oder Asthma in Verbindung gebracht.
So läuft die Diagnose und Behandlung in Duisburg ab
Zur Diagnostik gehören laut den Sana Kliniken Duisburg eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung. Ergänzend können Hauttests, Blutuntersuchungen, Lungenfunktionsdiagnostik, FeNO-Messungen und bei Bedarf Provokationstests eingesetzt werden. Die Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Allergie. Dazu zählen Allergenkarenz, Antihistaminika, moderne inhalative Therapien und in geeigneten Fällen eine spezifische Immuntherapie, also eine Hyposensibilisierung. Dr. Akin Yildirim verweist außerdem auf neue Entwicklungen bei schweren allergischen Erkrankungen. „Neben einer immer präziseren Diagnostik haben insbesondere moderne Biologika die Behandlung schwerer allergischer Erkrankungen und des schweren Asthmas in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, sagt er.
Angebote der Sana Kliniken in Wedau und BETHESDA
Nach Angaben der Sana Kliniken Duisburg gibt es im Evangelischen Krankenhaus BETHESDA das gesamte Spektrum moderner allergologischer und pneumologischer Diagnostik. Darauf aufbauend werden individuelle Therapiekonzepte erstellt. Für Kinder und Jugendliche bieten die Sana Kliniken Duisburg am Standort Wedau eine spezialisierte pneumologische Sprechstunde mit allergologischer Basisdiagnostik und Behandlung allergischer Atemwegserkrankungen an. Zwischen Kinder- und Erwachsenenpneumologie gibt es laut Klinik eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Sana Kliniken Duisburg behandeln nach eigenen Angaben jährlich rund 22.000 stationäre sowie etwa 60.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Zum Klinikverbund gehören 17 Fachabteilungen, drei Institute, ein Ärztezentrum, 550 Betten und rund 1.600 Mitarbeitende. (radioduisburg.de)
