
Der Deutsche Gewerkschaftsbund lädt in Duisburg zum Antikriegstag ein. Die Veranstaltung beginnt am 1. September 2026 um 17 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz 1. Der Antikriegstag erinnert jedes Jahr an den Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Angriff der Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939. Nach Angaben des DGB steht dabei das Leid von Millionen Menschen im Mittelpunkt. Die Gewerkschaften verbinden den Tag mit dem Appell „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“. Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Junge Perspektiven auf Erinnerung in Duisburg
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Frage, wie Erinnerung an jüngere Generationen weitergegeben werden kann. Die Duisburger DGB-Vorsitzende Angelika Wagner sagt: „Uns ist besonders wichtig, diese Erkenntnisse weiterzugeben an jüngere Generationen. Und auch zu zeigen, dass es viele junge Menschen gibt, die sich kritisch mit diesem Thema auseinandersetzen und Fragen stellen.“ In der Veranstaltung stellen Auszubildende der Hüttenwerke Krupp Mannesmann ein interaktives Ausbildungsprojekt zur Gedenkarbeit vor.
Kriegsdienstverweigerung: Zahlen steigen bundesweit deutlich
Bundesweit sind die Zahlen bei der Kriegsdienstverweigerung zuletzt deutlich gestiegen. Nach Angaben der Bundesregierung gingen bei der Bundeswehr im Jahr 2025 insgesamt 7.691 Anträge ein. Davon entfielen 5.923 auf Ungediente, 1.576 auf Reservistinnen und Reservisten, 170 auf Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, 14 auf Berufssoldatinnen und Berufssoldaten sowie 8 auf Freiwillig Wehrdienstleistende. Für 2026 deuten die bisher veröffentlichten Zahlen ebenfalls auf einen weiteren Anstieg hin. Nach Angaben, die unter anderem unter Berufung auf das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben veröffentlicht wurden, lagen dort bis einschließlich Mai 2026 bereits 4.030 Anträge zur Entscheidung vor.
Anmeldung und Kranzniederlegung am Duisburger Rathaus
Wer an der Veranstaltung im Museum teilnehmen möchte, muss sich vorher anmelden. Der DGB nennt dafür die Mailadresse duisburg@dgb.de und die Telefonnummer 0203 992750. Nach dem Programm im Museum ist gegen 18:30 Uhr eine Kranzniederlegung geplant. Das stille Gedenken findet am Mahnmal für die Opfer des Naziregimes vor dem Duisburger Rathaus statt. Dieser Teil der Veranstaltung ist nach Angaben des DGB öffentlich. Damit endet der Antikriegstag in Duisburg mit einem sichtbaren Zeichen des Erinnerns in der Innenstadt. Das Thema bleibt damit nicht nur historisch, sondern auch ganz konkret im Stadtbild präsent.