
Die Mails wirken zunächst seriös. Bekannte Namen großer Banken, Paketzusteller oder Onlineshops scheinen der Absender zu sein, und im Betreff liest man oft schon das erste Indiz: Es wird Druck gemacht. Betreffe wie „Sofortige Handlung notwendig“, „Kontosperrung steht bevor“, „DRINGEND!!!“ sollen dem Empfänger Druck machen.
Betrüger wollen Geld und Daten
Um an Kontodaten, Wohnadresse oder Passwörter zu kommen, geben sich die Betrüger als große Banken, Paketzusteller oder Onlineshops aus. Unter dem Vorwand, dass das Bankkonto in Gefahr wäre, ein Paket nicht zugestellt werden kann oder man einen Gutschein gewonnen hätte, fordern die Absender der Phishing-Mails Daten an. Die Mails werden wahllos massenhaft verschickt, in der Hoffnung, dass eine Person auf die Masche hereinfällt und bei diesem Köder „anbeißt“.
Daher kommt auch der Name „Phishing“: eine Kombination aus den englischen Wörtern „Password“ und „Fishing“.
Merkmale von Phishing-Mails
- Tippfehler in der Absenderadresse (statt Apple z. B. Appel)
- Panikmache (Kontosperrung, Geldstrafen etc. werden angedroht, Handlungsdruck wird ausgeübt)
- Verdächtige Links und Anhänge (führen zu seltsamen Webadressen oder enthalten Computerviren)
- Unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“)
- Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text
- Datenabfrage (Seriöse Unternehmen fordern niemals per E-Mail PINs, Passwörter oder Kreditkartendaten an)
Was kann ich tun
Paulina Wlekslinski rät den Verbrauchern, skeptisch zu sein. Anhänge oder Links sollte man auf keinen Fall einfach anklicken und vorab die Mailadresse des Absenders mit den Kontaktdaten der offiziellen Website der vermeintlichen Institution vergleichen. Betrüger sitzen meist im Ausland und können nur schwer strafrechtlich verfolgt werden.