Das sind die Gegner des MSV in der Regionalliga West

Der Abstieg aus der 3.Liga bildet ein neues Kapitel für den MSV Duisburg. Zum ersten Mal müssen sich die Zebras in der Regionalliga zurechtfinden. Aber auch die Fans müssen sich an neue Vereinsnamen und Auswärtsfahrten gewöhnen. Hier stellen wir euch in den kommenden Wochen die Gegner der Meidericher Jungs vor.

© Thorsten Tillmann / FUNKE Foto Services

1. FC Bocholt

Dietmar Hirsch trägt wieder Zebrastreifen. Die große Frage: Knüpft der 1. FC Bocholt auch ohne seinen Cheftrainer an die erfolgreiche vergangene Saison an und "fliegt" weiter? Bocholt hat die vergangene Spielzeit auf Platz 2 abgeschlossen, allerdings ohne eine realistische Chance, Aufsteiger Aachen noch vom Thron zu stoßen.

Wissenswertes über den 1. FC Bocholt:

  • Die Heimspielstätte ist das "Stadion am Hünting"
  • Der scheidende MSV-Sponsor Schauinsland-Reisen ist in der vergangenen Saison beim FC Bocholt eingestiegen
  • Mit Orhan Ademi gehört auch ein Ex-Zebra zum Aufgebot des Vereins. In vier Spielen kam er insgesamt aber nur 44 Minuten zum Einsatz und konnte kein einziges Tor schießen. Phillip König war da schon erfolgreicher. Nachdem er den MSV Duisburg im Winter verlassen hat, schoss er in Bocholt vier Tore.

Wuppertaler SV

Ein weiterer abgestürzter Traditionsverein: In der 70er-Jahren Bundesliga und und UEFA-Pokal gespielt, nun seit inzwischen über 10 Jahren im Amateurfußball unterwegs. Unter Neu-Trainer Ersan Parlatan legte der Verein einen vernünftigen Saisonendspurt hin und belegte einen Punkt hinter Bocholt den dritten Tabellenplatz.

Wissenswertes über den Wuppertaler SV:

  • Finanzielle Probleme: In den vergangenen Jahren ist der WSV mehrfach in finanzielle Schieflagen geraten. Crowdfunding-Kampagnen und Insolvenzantrag inklusive
  • Mit dem Porsche vorgefahren? 2021 saß Ruhrpott-Legende Peter Neururer im Vorstand des Vereins. Nach Knatsch im Verein ist er aber bereits im September 2022 weitergedüst
  • Auch der WSV hat sein Maskottchen nach einem ehemaligen Spieler benannt: "Pröppi" hat seinen Namen von der Wuppertaler Legende Günter "Meister" Pröpper bekommen. In Der Bundesliga traf er in der 87 Spielen insgesamt 39 mal für den WSV.

SC Fortuna Köln

Viele MSV-Fans werden sich gerne an das Auswärtsspiel gegen Fortuna Köln in der Saison 16/17 zurückerinnern. Nach einem Auswärtssieg gegen die Kölner feierten Fortuna und MSV gemeinsam die Rückkehr des Spielvereins in die zweite Bundesliga. Das waren noch Zeiten. Nun, sieben Jahre später, treffen sich beide Vereine in der Regionalliga West wieder. Vielleicht arbeitet man mit der einzig wahren Fortuna ja weiter an einer Fanfreundschaft.

Wissenswertes über Fortuna Köln:

  • Auch Fortuna Köln spielte bis 2000 in der ersten, vor allem aber mehrere Jahrzehnte in der zweiten Bundesliga. Als es runter ging, gab es nicht nur den sportlichen, sondern auch den finanziellen Abstieg. Legendär: Ein Foto der nackten Oberligamannschaft mit dem Slogan "einem nackten Mann greift man nicht in die Tasche"
  • Rivalität zum großen FC Köln: Den Schatten des "Effzeh" konnte die Fortuna nie so recht verlassen. Insgesamt gab es auch nur einige wenige Begegnungen der Stadtrivalen. 10 Pflichtspiele gab es gegen den FC Köln. Mehrfach konnte der SC den FC schlagen.
  • Im letzten Jahrzehnt konnte Fortuna Köln zweimal die Rückkehr in der Profifußball feiern, hielt sich aber nie dauerhaft in der Dritten Liga

Rot-Weiß Oberhausen

Zuletzt gab es die Begegnung gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt eher unregelmäßig im Niederrheinpokal. Nun gibt es garantiert mindestens zwei Begegnungen zwischen Kleeblatt und Zebra. Beim letzten Aufeinandertreffen schaltete RWO den MSV im Pokal aus und gewann im September 2022 mit 2:1 gegen die Meidericher. Der fortschreitende Niedergang zeichnete sich an diesem Abend deutlich ab. Hoffentlich gehen die Fans in dieser Spielzeit mit Optimismus aus den Begegnungen.

Wissenswertes über Rot-Weiß Oberhausen:

  • In Oberhausen wurde insgesamt vier Jahre Bundesliga gespielt (1969-1973). Es folgten wechselhafte Jahre zwischen zweiter und vierter Liga. Zuletzt stieg das Kleeblatt 2011 aus der 2. Bundesliga ab, seit 2012 spielt die Mannschaft durchgängig in der Regionalliga West.
  • Zur neuen Saison wird Interimscoach Mike Terranova durch Sebastian Gunkel ersetzt. Der 48-Jährige hatte zuletzt 4 Jahre lang die zweite Mannschaft von Holstein Kiel trainiert.
  • Ein schmerzhaftes Wiedersehen wird es mit Ex-Zebrakapitän Moritz Stoppelkamp geben. Allerdings hoffentlich nur im Herzen: In der vergangenen Saison erzielte Stoppelkamp 15 Tore und 12 Vorlagen für RWO in der Regionalliga West.

SV Rödinghausen

Wirkliche Berührungspunkte zwischen dem MSV und dem Club aus Ostwestfalen gibt es nicht. 1970 gegründet, kämpfte sich der SV Rödinghausen (auch mit Hilfe eines ansässigen Küchenherstellers) 2014 aus den Niederungen der Amateurligen in die Regionalliga West. Dort hat man sich seitdem etabliert. In der abgelaufenen Saison wurde man achter.

Wissenswertes über den SV Rödinghausen:

  • Das "Häcker-Wiehenstadion" ist die Heimstätte des SVR. Mit ca. 3100 Plätzen, bietet es Platz für fast ein Drittel der Einwohner Rödinghausens.
  • Der SVR verzichtete bis jetzt darauf, eine Lizenz für die 3. Liga zu beantragen, obwohl man schon mehrmals im Aufstiegsrennen der Regionalliga West mitmischte. Als Grund nennt man in Rödinghausen die DFB-Auflagen in Bezug auf das Stadion, wie beispielsweise eine Rasenheizung und Platz für mindestens 10.000 Zuschauer.
  • Mit fast 190 zu fahrenden Kilometern, ist Rödinghausen die weiteste Auswärtsfahrt für die Zebras.

1. FC Düren

Der Verein ging 2017 aus den Fußballabteilungen der Vereine FC Düren-Niederau und der SG GFC Düren 99 auf. Seit 2022 spielt die Mannschaft in der Regionalliga. Dementsprechend hatte der MSV, abgesehen eines Freundschaftsspiels, noch kein Aufeinandertreffen mit der Mannschaft aus der 93.000-Einwohner-Stadt zwischen Aachen und Köln. In der abgelaufenen Saison erreichte man, nach anfänglichem Höhenflug, Platz 9.

Wissenswertes über den 1.FC Düren:

  • Seine Heimspiele trägt der 1. FC Düren in der "Westkampfbahn" aus. Das Stadion hat 6.000 Plätze. Die Haupttribüne mit Giebeldach ist die älteste für den Fußball errichtete und noch verwendete Holztribüne in Deutschland. Kapazität: 400 Plätze.
  • Ex-Zebracoach Boris Schommers arbeitete ungefähr ein Jahr bei den Dürenern, bevor er im Oktober 2023 an die Wedau wechselte.
  • Mit Christian Clemens und Adam Matuszczyk stehen zwei ehemalige Bundesligaspieler in den Reihen des 1. FC Düren.

SC Wiedenbrück

Der Sport-Club Wiedenbrück e. V. kommt aus einem Stadtteil der ostwestfälischen Stadt Rheda-Wiedenbrück. Er entstand im Jahr 2000 durch die Fusion der beiden Vereine DJK Wiedenbrück und Westfalia Wiedenbrück. Der SC Wiedenbrück spielt seit der Saison 2010/2011 in der Regionalliga West, nachdem er in der vorherigen Saison die Meisterschaft in der NRW-Liga gewonnen hatte. Seitdem hat sich der SC Wiedenbrück in der Regionalliga etabliert.

Wissenswertes über den SC Wiedenbrück:

  • Die Heimspiele trägt der SC Wiedenbrück im "Jahnstadion" (siehe Foto oben) aus. Es hat eine Kapazität von 3000 Plätzen, davon 400 überdacht.
  • Vier Mal insgesamt trafen der MSV und Wiedenbrück aufeinander. Allerdings spielte der SCW bisher immer nur gegen die - damals noch existierende - zweite Mannschaft der Zebras.
  • In der letzten Saison sah es zwischendurch so aus, als würde Wiedenbrück der finanzielle Kollaps drohen, da ein Hauptsponsor der Mannschaft vermeldete, das Engagement nach der abgelaufenen Saison beenden zu wollen. Man konnte letztendlich den Verlust auffangen und fristgerecht eine Lizenz für die Regionalliga beantragen.

FC Gütersloh

Außer der zweiten Mannschaft, haben die Zebras bis dato noch kein Pflichtspiel gegen die Mannschaft aus Gütersloh bestritten. Der jetzige Verein ging aus einer Neugründung im Jahr 2000 hervor, nachdem der FC Gütersloh Insolvenz anmelden musste. Nach der Auflösung des FC Gütersloh wurde mit dem FC Gütersloh 2000 ein Nachfolgeverein gegründet, der mit dem insolventen alten Verein fusionierte. 2017 wurde das Gründungsjahr aus dem Vereinsnamen gestrichen. Die Mannschaft spielt seit einem Jahr wieder in der Regionalliga und wurde in der abgelaufenen Saison 13. der Tabelle.

Wissenswertes über den FC Gütersloh:

  • In den 1990er Jahren spielte der Vorgängerverein in der 2. Bundesliga, stieg jedoch aufgrund finanzieller Probleme und sportlicher Rückschläge wieder in die unteren Ligen ab. Ein Höhepunkt war die Teilnahme an der 2. Bundesliga von 1996 bis 1999.
  • Der FC Gütersloh trägt seine Heimspiele im "Heidewaldstadion" aus, das eine Kapazität von etwa 12.500 Zuschauern hat. Aktuell ist es aber auf ca. 8400 Zuschauer begrenzt.
  • Im August 2011 erhielt der FC Gütersloh das Prüfsiegel nach der Norm "DIN EN ISO 9001:2008" des TÜV Nord. Der FC Gütersloh ist somit der erste und einzige Fußballverein in Deutschland, der mit einer geprüften Qualität werben darf.

SV Eintracht Hohkeppel

Hohkeppel ist ein Ortsteil von Lindlar, einer Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern im Oberbergischen Kreis. Lange Zeit dümpelte die Eintracht nur in den Niederungen der Amateurklassen vor sich hin, seit über einer Dekade hält aber der sportliche Erfolg Einzug bei den Schwarz-gelben, welcher im Aufstieg in die Regionalliga in diesem Jahr, gipfelte.

Wissenswertes über Eintracht Hohkeppel:

  • 2010 spielte der Verein noch in der Kreisliga C. In der abgelaufenen Saison wurde man Meister der Mittelrheinliga mit sieben Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten VfL Vichttal.
  • Das Heimstadion der Eintracht, das "Achim Lammers Waldstadion", fast ca. 2500 Zuschauer. In der kommenden Spielzeit weicht Hohkeppel auf das Stadion des FC Düren aus, da die eigene Spielstätte modernisiert und fit für die Regionalliga gemacht werden soll.

VfL Sportfreunde Lotte

Die Kleinstadt Lotte, besser bekannt durch ein Autobahnkreuz, liegt direkt neben Osnabrück in der westfälischen Region Tecklenburger Land und hat ca. 14.000 Einwohner. Die Zebras haben bereits 2016/2017 in Liga 3 mit den Sportfreunden Bekanntschaft gemacht, damals konnte Duisburg vier Punkte aus den beiden Ligapartien mitnehmen.

Wissenswertes über die Sportfreunde Lotte:

  • Das "Stadion am Lotter Kreuz" ist ein echtes Schmuckkästchen und bietet Platz für ca. 10.000 Zuschauer.
  • Der größte Erfolg der Sportfreunde war der Aufstieg in die 3. Liga, im Jahr 2016. Dort konnte man sich bis ins Jahr 2019 halten. Nach drei Jahren in der Regionalliga West, mussten sich die Lotter Fans in den letzten zwei Jahren mit Oberliga-Fußball begnügen.

Türkspor Dortmund

Gegründet im Jahr 2000, geht der Verein ursprünglich auf dem 1991 gegründeten SV Borsigplatz Gençlerbirliği zurück. Der Club aus Dortmund hat seit Jahren einen Lauf: 2022 wurde man Meister der Landesliga Westfalen, ein Jahr darauf sicherte man sich mit dem zweiten Platz in der Oberliga Westfalen, den Aufstieg in die Regionalliga West.

Wissenswertes über Türkspor Dortmund:

  • Seine Heimspiele wird Türkspor im "Ischelandstadion" in Hagen austragen. Für die Regionalliga sind dort 10.500 Zuschauer zugelassen.
  • Mit Sebastian Tyrala steht ein ehemaliges BVB-Eigengewächs an der Seitenlinie von Türkspor Dortmund. Tyrala hatte als Profi unter anderem für Osnabrück und Erfurt gespielt. Seit Dezember ist der 36-Jährige mit Uefa-A-Lizenz Trainer bei TS.

KFC Uerdingen

Auch mit dem KFC Uerdingen gibt es in der Regionalliga West ein Wiedersehen. Die Krefelder haben unter Levan Kenia den Aufstieg klargemacht. Der Coach stand nicht nur an der Seitenlinie, sondern auch selbst auf dem Platz. Ein Bild, das wir in der kommenden Spielzeit nicht sehen werden. Kenia verlässt den Verein. Sportlich erfolgreich, bleibt es beim KFC Uerdingen im Management unruhig.

Wissenswertes über den KFC Uerdingen:

  • Der erste Vorsitzende des Vereins sitzt aktuell in U-Haft. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung. Zuvor konnte er dem Verein ein Darlehen in Höhe vom 500.000 Euro sichern. Nachdem viele Sponsoren abgesprungen waren, schaffte es der Verein über Fans, Sponsoren und Partner genug Geld für eine Regionalliga-Lizenz zusammenzubekommen.
  • Die guten Zeiten im Verein liegen inzwischen weit entfernt in der Vergangenheit. Der erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte war 1985. Der KFC holte den DFB-Pokal. Die Krefelder bezwangen den FC Bayern München mit 2:1.


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