
Der Campus der Universität Duisburg-Essen steht vor einem umfassenden Wandel. Ab sofort entwickeln Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Universität und Stadt Duisburg gemeinsam mit drei Planungsbüros ein städtebauliches Gesamtkonzept. Besonderheit: Studierende, Mitarbeitende und Anwohnende können ihre Ideen einbringen.
Moderne Forschungsstandorte für die Zukunft
In den kommenden Jahren soll in Duisburg Schritt für Schritt ein zeitgemäßer Campus entstehen. Geplant sind optimierte Wegeführungen, mehr Aufenthaltsqualität und eine klar erkennbare Campusmitte. Die Universität Duisburg-Essen zählt zu den international erfolgreichen Forschungseinrichtungen – die bauliche Infrastruktur soll diesem Anspruch künftig besser gerecht werden. "Als BLB NRW verfolgen wir das Ziel, nachhaltige und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen", erklärt Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs. Im Werkstattverfahren sollen clevere Lösungen entwickelt werden, wie moderne Orte für Lehre und Forschung aussehen können.
Drei Planungsbüros arbeiten an Konzepten
Die beteiligten Planungsbüros entwickeln auf Grundlage der Flächenbedarfe der Universität eine städtebauliche Gesamtkonzeption. Im Mittelpunkt steht die Definition konkreter Baufelder, in denen aktuelle und künftige räumliche Anforderungen umgesetzt werden können. Universitätskanzler Ulf Richter sieht große Chancen in dem Verfahren: "Drei interdisziplinäre Teams aus Stadtplanung, Städtebau und Freiraumplanung erarbeiten vor Ort Vorschläge, die wir öffentlich präsentieren und zur Diskussion stellen werden." Die strategische Campusentwicklung sei eine herausragende Chance für die Hochschule.
Bürger können sich aktiv einbringen
Den Auftakt des mehrphasigen Verfahrens bildet ein öffentliches Forum. Anwohnerinnen und Anwohner sind ausdrücklich eingeladen, Fragen zu stellen und ihre Perspektiven auf den Standort an Mülheimer Straße und Lotharstraße einzubringen. Die Planungskonzepte werden im Austausch zwischen den Teams und einer Fachjury diskutiert und bewertet. Stadtdirektor Martin Murrack betont die Bedeutung für Duisburg: "Mit der Neuen Masterplanung für den Hochschulbau NRW eröffnet sich für uns eine große Chance, die Ingenieurwissenschaften und die Informatik auch baulich-räumlich noch enger zu verzahnen." Dies könne zu einem thematisch und städtebaulich attraktiveren Campusprofil führen. Die finalen Entwürfe werden am 13. April in einer öffentlichen Veranstaltung am Campus Duisburg präsentiert. Die Jury besteht aus Vertretern des BLB NRW, der Universität, der Stadt sowie externen Fachleuten.