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Bundespolizei verhindert Hissen der Reichskriegsflagge
© Jörg Schimmel / Funke Foto Services
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Bundespolizei verhindert Hissen der Reichskriegsflagge

Drei junge Männer wollten mutmaßlich am Bunker auf der Honigstraße in Duisburg-Meiderich nazistische Symbole anbringen.

Veröffentlicht: Dienstag, 09.09.2025 06:34

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Am Wochenende fiel einer Streife der Bundespolizei am Duisburger Hauptbahnhof eine Gruppe jungen Männer auf. Einer der drei jungen Männer ( 22, 16, 16 Jahre alt) trug zum Teil eine Flecktarn-Uniform mit Einsatzstiefeln und führte einen größeren Rucksack mit.

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Waffenfund

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Bei einer ersten Nachfrage hinsichtlich möglicher mitgeführter verbotener oder gefährlicher Gegenstände zeigte sich der 22-Jährige zunächst zögerlich. Eine Durchsuchung der Person und der mitgeführten Gegenstände wurde daraufhin eingeleitet. Vor Beginn der Durchsuchung bat der 22-Jährige um Gehör. Er gestand das Mitführen diverser Messer, eines Dolchs und einer Axt.

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Männer gestehen Pläne

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Aufgrund der Gesamtsituation entschieden die Beamten, die weiteren Maßnahmen auf der Wache durchzuführen. Der 22-jährige Mann gab an, mit den Begleitpersonen den Luftschutzbunker "Honigbunker" (vermutlich Honigstraße, Duisburg-Meiderich/Beeck) aufsuchen zu wollen. Dort sei geplant gewesen, die Reichskriegsflagge zu hissen bzw. nazistische Symbole und Parolen anzubringen. Zudem habe der 22-Jährige die vollständige Videodokumentation des Vorhabens vorgesehen. Eine Videokamera samt Stativ wurde im Rucksack der Person aufgefunden.

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Ermittlungsverfahren eingeleitet

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Aufgrund der erhobenen Tatsachen bestanden vor Ort Anhaltspunkte für eine strafbare Handlung gemäß § 86a Abs. 1 Nr. 2 StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen). Die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens sowie die Beschlagnahme betroffener Gegenstände wurden seitens der Bundespolizei veranlasst.

Die weiteren Schritte wurden mit dem Staatsschutz des Polizeipräsidiums Duisburg abgestimmt. Der Sachverhalt wird weiter aufgeklärt.

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