
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Duisburg erweitert das Nistplatzangebot für Weißstörche in der Rheinaue Walsum deutlich. Ende Februar werden zehn zusätzliche Storchennisthilfen installiert – eine Reaktion auf die wachsende Storchenpopulation im Gebiet.
Erfolgsgeschichte seit 2010: Von null auf elf Brutpaare
Seit 2010 brüten Weißstörche regelmäßig in der Rheinaue Walsum. Die Population ist seitdem kontinuierlich gewachsen: 2025 zählte der BUND bereits elf Brutpaare im Gebiet. Aktuell haben sich fünf frühe Paare eingefunden und suchen nach geeigneten Nistplätzen für die kommende Brutsaison. "Ohne die vom BUND aus Spendenmitteln finanzierten Storchennisthilfen gäbe es keinen Storchennachwuchs in der Rheinaue Walsum", erklärt Kerstin Ciesla, Vorsitzende des BUND Duisburg. Seit den 2000er Jahren hat die Organisation in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde kontinuierlich neue Storchenmasten mit Nistkörben finanziert und aufstellen lassen.
Rheinaue bietet optimale Bedingungen
Die Rheinaue Walsum bietet den Störchen ideale Lebensbedingungen. Das Nahrungsangebot ist reichlich vorhanden – Feuchtwiesen und Wasserflächen liefern ausreichend Frösche, Insekten und andere Beutetiere. In den vergangenen Jahren war die Nachfrage nach Nistplätzen so groß, dass manche Storchenpaare weiterziehen mussten, weil bereits alle verfügbaren Plätze belegt waren.
Zusätzliche Körbe an bestehenden Masten
Der BUND hat nicht nur neue Masten aufgestellt, sondern auch – nach Vorbild anderer Länder – zusätzliche Nistkörbe an vorhandenen Masten angebracht. Diese Strategie hat sich bewährt und wurde von den Störchen gut angenommen.
Installation diese Woche
Am 25. und 26. Februar werden die zehn neuen Storchennisthilfen installiert. Dabei nutzt der BUND in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Netze Duisburg bereits vorhandene Masten. So müssen keine zusätzlichen Masten aufgestellt werden, was Kosten spart und die Landschaft schont. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. "Dies alles haben wir unserer erfolgreichen und kompetenten Rheinauen-Gruppe mit Ehrenamtlichen zu verdanken, die sich kontinuierlich im Gebiet aktiv für den Natur- und Artenschutz einsetzen", betont Ciesla. Der BUND ist gespannt, wie viele Brutpaare in diesem Jahr in der Rheinaue zu beobachten sein werden. Mit den neuen Nisthilfen dürfte die Zahl weiter steigen.