
Im Streit um die geplante Deponie auf der Halde Lohmannsheide in Baerl verschärft sich kurz vor der mündlichen Verhandlung die Lage. Nach Angaben des BUND haben die Anwälte der Betreiberfirma DAH1 dem Umweltverband kurzfristig noch zwei umfangreiche Stellungnahmen geschickt. Die Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht NRW ist für den 9. September angesetzt. Der BUND ist verärgert, weil das Gericht nach Darstellung des Verbandes noch vor zwei Wochen darauf hingewiesen habe, dass vor dem Termin keine weiteren Unterlagen mehr benötigt würden. Aus Sicht des Umweltverbandes entsteht dadurch kurz vor dem Gerichtstermin zusätzlicher Druck. Hintergrund ist der seit Jahren laufende Konflikt um die geplante Deponie an der Stadtgrenze von Duisburg und Moers.
Kritik an Unterlagen zur Halde Lohmannsheide in Baerl
Nach Angaben des BUND befassen sich die neuen Schriftsätze unter anderem mit der Frage, ob es einen Abschlussbetriebsplan für die Bergehalde geben müsse und wie dieser aussehen soll. Außerdem gehe es erneut um Streitpunkte wie Grundwasser, Lärm, Staub und die grundsätzliche Eignung des Standortes. Der Verband kritisiert dabei nicht nur den Umfang der Unterlagen, sondern auch deren Aufbereitung. Die Unterlagen müssten nun in kurzer Zeit gesichtet, geordnet und bewertet werden. Nach Angaben des BUND bedeutet das auch neue Kosten, weil erneut Gutachter und ein Fachanwalt eingebunden werden müssten.