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Das Duisburger Landgericht von vorne.
© Michael Dahlke / FUNKE Foto Services
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Brutaler Vorfall in Duisburger Bordell beschäftigt Gericht

Nach einem brutalen Vorfall in einem Duisburger Bordell stehen Security-Kräfte wegen einer schweren Gewalttat vor Gericht.

Veröffentlicht: Freitag, 23.01.2026 03:52

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Im Duisburger Rotlichtviertel an der Vulkanstraße kam es im Juli zu einem schweren Gewaltverbrechen. Zwei Türsteher eines Bordells sollen einen Kunden derart brutal attackiert haben, dass dieser mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen auf der Intensivstation behandelt werden musste. Nun müssen sich die beiden Männer vor Gericht verantworten.

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Versuchter Totschlag: Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe

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Die Staatsanwaltschaft wirft einem 54-jährigen Oberhausener versuchten Totschlag vor. Der Security-Mitarbeiter soll am 22. Juli 2025 einen unzufriedenen Kunden niedergeschlagen und dessen Kopf mehrfach gegen den Fußboden geschlagen haben. Besonders erschreckend: Der Angeklagte soll den bereits bewusstlosen Mann angelehnt haben, um weiter auf ihn einschlagen zu können. Ein 36-jähriger Duisburger, ebenfalls als Türsteher tätig, soll sich zeitweise an der Attacke beteiligt und den wehrlosen Mann getreten haben. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Das Opfer schwebte tagelang in akuter Lebensgefahr.

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Angeklagter weist Vorwürfe zurück und belastet Kollegen

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Beim Prozessauftakt präsentierte der 54-Jährige eine völlig andere Version der Ereignisse. Er bestreitet einen Großteil der Anklage und behauptet, die Gewalt sei vom Geschädigten ausgegangen. Nach eigenen Angaben habe er zunächst nur mit einer Ohrfeige reagiert und den Mann dann mit einem Kniestoß gegen den Kopf "ruhig gestellt". Der schwere Aufprall des Kopfes auf dem Boden sei durch einen Sturz im Gerangel entstanden, so der Angeklagte. Seinen Kollegen belastete er hingegen schwer: Der 36-Jährige habe grundlos auf den bereits am Boden liegenden Mann eingetreten, obwohl die Situation bereits unter Kontrolle gewesen sei.

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Mitangeklagter schweigt zunächst – Prozess läuft bis März

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Der 36-jährige Duisburger äußerte sich zum Prozessauftakt nicht zur Sache. Seine Stellungnahme kündigte er für den nächsten Verhandlungstag an. Das Gericht hat bis März 2025 insgesamt fünf weitere Termine angesetzt, um den Fall aufzuklären und die widersprüchlichen Darstellungen zu prüfen.

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