
Bei Bauarbeiten am Duisburger Hauptbahnhof ist heute Mittag eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Blindgänger liegt im Bereich des gesperrten Gleises 4. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst will die Bombe noch heute entschärfen – ab 18 Uhr müssen rund 780 Anwohner ihre Häuser verlassen.
Hauptbahnhof wird ab 18 Uhr gesperrt
Die Stadt Duisburg hat gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, Bundespolizei und Deutscher Bahn umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet. Der Hauptbahnhof wird voraussichtlich ab 18 Uhr komplett für den Bahnverkehr gesperrt und geräumt. Neben den Anwohnern sind auch zahlreiche Reisende von den Maßnahmen betroffen.
Diese Bereiche liegen in der Sperrzone
Die Evakuierungszone erstreckt sich in einem Radius von 300 Metern um den Fundort. Betroffen sind der Portsmouthplatz, Teile der Mercatorstraße sowie die Neudorfer Straße und die Otto-Keller-Straße mit angrenzenden Bereichen. Auch mehrere größere Einrichtungen müssen geräumt werden: das UCI-Kino, verschiedene Hotels, Bürogebäude und Gewerbebetriebe. Die Autobahn A59 bleibt aufgrund ihrer Tunnellage geöffnet und ist nicht von den Sperrungen betroffen.
Öffentlicher Nahverkehr wird umgeleitet
Die Straßenbahnlinien 901 und 903 fahren ab 18 Uhr ohne Halt am U-Bahnhof Duisburg Hauptbahnhof durch. Mehrere Buslinien werden umgeleitet. Aktuelle Informationen zu den Fahrplanänderungen gibt es unter www.dvg-duisburg.de.
Verkehrsbehinderungen erwartet
Autofahrer müssen mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen rechnen. Die Stadt bittet ortskundige Fahrer, den Bereich großräumig zu umfahren. Ab 18 Uhr ist ein Aufenthalt in der Evakuierungszone nicht mehr gestattet.
Entschärfung für 19 Uhr geplant
Die Bombenentschärfung ist für 19 Uhr angesetzt. Betroffene Anwohner können sich ab sofort in einem Aufenthaltsraum in der Gesamtschule Duisburg-Mitte aufhalten. Der Eingang befindet sich an der Oranienstraße in Duisburg-Duissern. Das Deutsche Rote Kreuz betreut die Menschen vor Ort. Informationen erhalten Bürger über Call Duisburg unter 0203 283-2000 und das Gefahrentelefon der Feuerwehr unter 0800/1121313. Auch die Warn-App NINA informiert über die aktuelle Gefahrenlage. Nach erfolgreicher Entschärfung wird die städtische Sirene im Stadtteil Entwarnung geben.