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© picture alliance/dpa | Sebastian Willnow
Silvester
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Bilanz: So lief der Jahreswechsel für Polizei und Feuerwehr in Duisburg

Mehrere hundert Mal mussten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in der Silvesternacht raus. Hier lest ihr die genauen Zahlen.

Veröffentlicht: Freitag, 02.01.2026 03:45

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Die Polizei musste in der Silvesternacht 2025/26 gleich 371 Mal zu Einsätzen rausfahren. Feuerwehr und Rettungsdienst kommen zusammen auf 262 Einsätze.

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Für diese Einsätze mussten die Rettungskräfte raus

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32 der Polizeieinsätze waren wegen Ruhestörung durch zu laute Partys. 46 Mal sind die Beamten losgefahren, weil ihnen falscher Umgang mit Feuerwerk gemeldet wurde. Am Hochemmericher Markt ist etwa ein 25-Jähriger angezeigt worden, weil er den Kofferraum voller illegaler Böller hatte. Das ist ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz, deshalb läuft jetzt ein Verfahren gegen den Mann.

Die Feuerwehr konnte in allen Einsätzen Schlimmeres verhindern. Überwiegend ist sie wegen Kleinbränden ausgerückt und hat etwa brennende Mülleimer oder Vegetationsbrände gelöscht. In Marxloh hat zudem ein Brautmodengeschäft gebrannt, auch hier konnte die Feuerwehr den Brand aber schnell in den Griff bekommen.

In Beeck sind außerdem eine Gartenlaube und ein Auto vollkommen ausgebrannt. Bei den Bränden wurde niemand verletzt.

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Nur wenige Verletzungen durch Böller

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Einsätze wegen Verletzungen durch den falschen Umgang mit Böllern hat es nur sechs Stück gegeben. Die Feuerwehr schreibt in ihrer Mitteilung von einem besonders schweren Fall, bei dem ein durch die Explosion die Hand und das Gesicht des Opfers verletzt wurden.

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Angriffe gegen Einsatzkräfte - Feuerwehrmann im Krankenhaus

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Die Feuerwehr berichtet, dass ein Fahrzeug und eine ihrer kleineren Stationen mit Raketen beschossen wurden. Gegen 2 Uhr nachts wurde ein Feuerwehrmann an der Grillostraße mit einem Böller beworfen. Er musste anschließend wegen eines Knalltraumas im Krankenhaus behandelt werden.

In vier weiteren Fällen ist auch die Polizei mit Silvesterfeuerwerk angegriffen worden, wobei die Polizei teilweise von Glück spricht, dass niemand verletzt wurde.

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Zivilbeamte angegriffen

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An der Ottostraße Ecke Moerser Straße in Hochheide hat ein 25-Jähriger mit Böllern auf ein vorbeifahrendes Auto geworfen - ohne zu wissen, dass es sich um eine Zivilstreife gehandelt hat. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und muss sich jetzt mit einer Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr auseinandersetzen.

In manchen Fällen hat die Polizei Schreckschusswaffen konfisziert, die illegalerweise zum Böllern benutz wurden. Außerdem wurden 24 Platzverweise wegen körperlicher Auseinandersetzungen erteilt und acht Personen in Gewahrsam genommen, die sich diesen nicht gefügt haben.

Insgesamt beschreibt die Polizei die Silvesternacht als verhältnismäßig entspannt, aber kündigt an in den nächsten Jahren - vor allem wegen der Angriffe auf Rettungskräfte - weiterhin hart durchzugreifen.

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