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BAföG-Reform: Das erwartet euch
© Judith Michaelis / Funke Foto Services
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BAföG-Reform: Das erwartet euch

Für viele Studierende ist das BAföG eine wichtige finanzielle Unterstützung. Eine Veränderung steht jetzt an.

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Was geplant war

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Ursprünglich wurde von der Regierungskoalition vereinbart, die im BAföG enthaltene Wohnkostenpauschale zum kommenden Wintersemester von 380 auf 440 Euro zu erhöhen. In den darauffolgenden Jahren sollte dann der Grundbedarf schrittweise auf das Niveau der Grundsicherung angehoben werden, die derzeit bei 563 Euro liegt.

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Was umgesetzt wird

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Entgegen dem ursprünglichen Plan wird die Wohnkostenpauschale erst zum Sommersemester 2027 angehoben. Der Grundbedarf soll dann zum Wintersemester 2027/2028 zunächst auf 503 Euro und zum Sommersemester 2029 auf 563 Euro steigen. Sollte die Grundsicherung bis dahin angehoben werden, sollen die Fördersätze überprüft und entsprechend angepasst werden.

Auch die Beantragung von BAföG soll moderner und einfacher werden. Künftig soll der Antrag bundesweit einheitlich und vollständig digital gestellt werden können. Außerdem sollen Regelungen wie der Leistungsnachweis ab dem fünften Fachsemester sowie bestimmte Ausnahmetatbestände bei der Altersgrenze entfallen. Dadurch soll der Verwaltungsaufwand reduziert und die Bearbeitung der Anträge beschleunigt werden.

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Das sagen die Duisburger Studis dazu

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Wir waren auf dem Uni-Campus in Neudorf unterwegs und haben die Studierenden nach ihrer Meinung gefragt. Dabei wurde deutlich, dass das BAföG aktuell nicht ausreicht.

„Grundsätzlich ist es gut, dass sich die Bundesregierung Gedanken darüber macht, ob das BAföG angehoben werden soll. Allerdings ist die heute beschlossene BAföG-Reform eine Klatsche ins Gesicht der Studierenden, denn die Bedarfssätze wurden nicht wirklich an den Lebensrealitäten der Studierenden fest gemacht.“

Berfîn Çelik, die Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses der Uni Duisburg-Essen, betonte, dass die beschlossene Erhöhung angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten, der höheren Mieten und der gestiegenen Semesterbeiträge kaum spürbare Auswirkungen haben wird. Die Erhöhung fällt schlicht zu gering aus.

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Viele Förderberechtigte beantragen kein BAföG

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Anfang August gab das statistische Bundesamt bekannt, dass die Zahl der BAföG-Empfänger auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken ist. Bis zu 70 Prozent aller Anspruchsberechtigten beantragen kein BAföG - das geht aus einer Studie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik aus dem Jahr 2025 hervor.

Ein Grund: Viele wissen gar nicht, dass sie Anspruch auf Förderung haben. Denn auch wenn das elterliche Einkommen über dem Freibetrag von aktuell 2540 Euro liegt, bleibt oft ein reduzierter Förderbetrag übrig. Es lohnt sich also häufig trotzdem, einen BAföG-Antrag zu stellen.

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