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Badeverbot im Rhein: Kontrollen zeigen Wirkung - Polizei greift in Duisburg ein
© Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services
Badeverbot für den Rhein kontrolliert
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Badeverbot im Rhein: Kontrollen zeigen Wirkung - Polizei greift in Duisburg ein

Sommerliche Temperaturen haben am Wochenende viele Menschen an die Ufer des Rheins gelockt. Während Einsatzkräfte in Köln eine positive Bilanz zogen und niemand im Wasser antrafen, musste die Polizei in Duisburg gegen mehrere Badegäste einschreiten. Die Behörden warnen eindringlich: Baden im Rhein ist lebensgefährlich.

Veröffentlicht: Montag, 01.06.2026 14:36

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Schwerpunktkontrolle in Köln verläuft ohne Verstöße im Wasser

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Am Sonntag führten Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei Köln gemeinsam mit dem Ordnungsamt der Stadt ab 12 Uhr eine Schwerpunktkontrolle entlang des Rheinufers durch. Im Fokus standen die Bereiche Rodenkirchen, Westhoven und Porz. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch Teams des städtischen Ordnungsdienstes, die landseitig unterwegs waren und zahlreiche Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern führten.

Die Bilanz der Kontrolle fiel aus Sicht der Behörden positiv aus. Zwar trafen die Einsatzkräfte rund 20 Personen in Badebekleidung an, jedoch befand sich niemand im Wasser. Für Polizei und Ordnungsamt ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass Präventionsarbeit, Kontrollen und Aufklärung zunehmend Wirkung zeigen.

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Polizei in Duisburg trifft auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene nach Rheinbad

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Anders stellte sich die Lage am Samstagabend in Duisburg dar. Gegen 19:45 Uhr wurde die Polizei zum Alsumer Steig in Marxloh gerufen. Ein Zeuge hatte gemeldet, dass dort mehrere Erwachsene im Rhein baden würden. Er habe noch versucht, die Personen auf die Gefahr aufmerksam zu machen, sei damit jedoch nicht durchgedrungen.

Bereits auf dem Weg zum eigentlichen Einsatzort stießen die Polizistinnen und Polizisten auf zwei Kinder im Alter von acht und elf Jahren sowie einen 13-jährigen Jugendlichen in nasser Badekleidung. Die Väter der beiden jüngeren Kinder waren vor Ort, zeigten sich nach Angaben der Polizei jedoch uneinsichtig und spielten die Gefahr herunter.

Da die beiden Männer auch nach eindringlicher Belehrung kein Problembewusstsein erkennen ließen, sprachen die Einsatzkräfte Platzverweise aus. Die Väter mussten das Rheinufer gemeinsam mit ihren Kindern verlassen. Das Jugendamt wurde über den Vorfall informiert. Auch die Mutter des 13-jährigen Jugendlichen wurde benachrichtigt.

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Sieben Verstöße und Bußgelder von bis zu 1.000 Euro

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Am eigentlichen Einsatzort trafen die Beamtinnen und Beamten anschließend auf vier weitere Erwachsene in nasser Badebekleidung. Diese zeigten sich im Gespräch sofort einsichtig. Sie durften am Rheinufer bleiben, allerdings unter der Auflage, nicht erneut ins Wasser zu gehen.

Insgesamt stellte die Polizei in Duisburg sieben Verstöße fest. Gegen alle Beteiligten beziehungsweise gegen deren Erziehungsberechtigte wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt. Nach Angaben der Polizei können diese mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

Die Behörden betonen, dass Kontrollen, Platzverweise und Anzeigen keine Schikane seien, sondern dem Schutz von Menschenleben dienten. Wer das Badeverbot missachte, setze sich einer extremen Gefahr aus.

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Warum Baden im Rhein so gefährlich ist

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Polizei und Kommunen weisen seit Jahren darauf hin, dass der Rhein kein Badegewässer ist. Die Gefahr wird von vielen Menschen unterschätzt. Unter der Wasseroberfläche können starke Strömungen und Wirbel entstehen, die selbst geübte Schwimmerinnen und Schwimmer binnen weniger Sekunden in Not bringen.

Hinzu kommt der Sog vorbeifahrender Schiffe. Frachter ziehen das Wasser zunächst vom Ufer weg, bevor es mit erheblicher Wucht zurückschlägt. Dadurch können Menschen in die Fahrrinne gezogen werden. Besonders tückisch sind außerdem die Buhnenfelder zwischen den Steinwällen. Dort sorgen Unterspülungen und unberechenbare Strömungen für zusätzliche Lebensgefahr.

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Tragische Erinnerung an tödlichen Unfall

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Wie real diese Gefahr ist, zeigt ein tragisches Unglück aus dem Juni 2021. Genau am Alsumer Steig in Duisburg wurden damals drei Mädchen im Alter von 13, 14 und 17 Jahren von der Strömung erfasst und kamen im Rhein ums Leben.

Die Polizei kündigte an, auch künftig gemeinsam mit den Kommunen auf Kontrollen und Aufklärung zu setzen, um weitere Unglücksfälle zu verhindern. Die Botschaft bleibt eindeutig: Das Badeverbot im Rhein ist eine lebensrettende Maßnahme.

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