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Die Baustelle am Parkfriedhof in Homberg fotografiert durch einen angrenzenden Zaun.
© Radio Duisburg
Hinterm Gartenzaun in Homberg bauen die WBD einen Übergangs-Betriebshof
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Ausweichstandort: WBD verärgern Anwohner in Homberg

Die Wirtschaftsbetriebe müssen eine Zwischenlösung für einen ihrer Betriebshöfe finden. Und diese betrifft drei Familien in Homberg voraussichtlich auf unangenehme Weise.

Veröffentlicht: Dienstag, 10.02.2026 04:30

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Drei Familien in der Straße Am Grabenacker in Homberg waren im Sommer überrascht: Auf einmal war auf dem angrenzenden Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe eine Baustelle. Das Gelände werden die WBD ab Ende März übergangsweise nutzen. Hintergrund dafür ist, dass der Betriebshof in Meiderich wegen der Bauarbeiten an der A59 zeitweise nicht weiterbetrieben werden kann. Ein Teil der Mitarbeiter wird deshalb auf den Standort in Homberg ausweichen müssen.

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Anwohner sind enttäuscht über Kommunikation

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Die Anwohner haben seitens WBD nicht von dem Vorhaben erfahren. Auf eigene Initiative haben Sie beim zuständigen Amt die Baupläne angefragt. Aus denen geht hervor, dass direkt hinter deren Gartenzaun eine über fünf Meter hoher Bürocontainer-Komplex aufgebaut werden soll - samt Fensterfronten in Richtung der Gärten. Sowohl die aller Voraussicht nach entstehende Sichteinschränkung, als auch, dass die Mitarbeiter direkt in den Garten gucken können, löst Unbehagen bei den Anwohnern aus.

Auf Nachfrage bestätigen die Wirtschaftsbetriebe uns, dass es vorab keine Informationen an die Anwohner gab. Das sei auch rechtens, da die WBD auf ihrem Gelände agieren und der Bau nicht dauerhaft geplant ist. Ein Bauantrag und erfüllte Lärmschutzauflagen liegen auch vor. Das Unternehmen schreibt aber, dass es die Anliegen der Anwohner ernst nimmt.

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Auf gute Nachbarschaft?

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Das empfinden die Anwohner selbst aber ganz anders. Mehrfach haben sie schon auf der Baustelle und dem Parkfriedhof selbst nachgefragt, wurden aber laut eigener Aussage immer an andere Stelle verwiesen. Auch andere Kontaktversuche seien ins Leere gelaufen. Das haben allerdings auch die WBD erlebt, die angeben, dass sie einen telefonischen Kontaktversuch bei "Anwohnern" gemacht haben, der ebenfalls nicht beantwortet wurde.

Die Anwohner wünschen sich nach wie vor ein Gespräch und fragen sich, ob die Container ggf. auf einer anderen Seite des Geländes, beispielsweise an einen angrenzenden Garagenhof gestellt werden können damit sie im Garten weniger auf dem Präsentierteller sitzen und weiterhin Licht in den Garten kommt.

Dass die "Nachbarn" von den WBD nicht vorab über ihr Vorhaben informiert haben und Kontakt aufzunehmen sich jetzt als so große Schwierigkeit herausstellt, enttäuscht die Anwohner sehr.

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