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Probefahrt eines Atommülltransportes auf der A59 in Duisburg am Dienstag, 21. November 2023. Der mit einem Castor Behälter beladene LKW wird dabei von Fahrzeugen der Polizei eskortiert.
© Foto: Stefan Arend / Funke Foto Services
Probefahrt eines Atommülltransportes auf der A59 in Duisburg am Dienstag, 21. November 2023. Der mit einem Castor Behälter beladene LKW wird dabei von Fahrzeugen der Polizei eskortiert.
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Atommülltransporte durch Duisburg am Abend erwartet

Der Start der Castor-Transporte steht kurz bevor. Durch diese sieben Duisburger Stadtteile wird der Atommüll heute Abend (24.03.) wohl rollen. 

Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2026 03:44

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Atomkraftgegner rechnen damit, dass der erste Castor-Transport heute Abend (24.03.) durch NRW und dabei auch durch Duisburg rollen könnte. Der hochradioaktive Atommüll soll von Jülich nach Ahaus gebracht werden. Nach bisherigen Hinweisen der Atomkraftgegner spricht vieles für eine Strecke über die A42 und die Beeckerwerther Rheinbrücke. Direkt an dieser möglichen Route liegen sieben Stadtteile im Duisburger Norden: Baerl, Beeckerwerth, Beeck, Bruckhausen, Alt-Hamborn, Obermeiderich und Neumühl. Offiziell sind Strecke und Zeitpunkt nicht bestätigt, weil sie aus Sicherheitsgründen geheim gehalten werden. Mehrere Anzeichen deuten aber auf diesen Weg hin.

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Warum in Duisburg vor allem die A42 infrage kommt

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Der Transport von Jülich ins Zwischenlager Ahaus gilt als logistischer Sonderfall. Die Castor-Behälter werden per Spezial-Lkw befördert und ein Transporter wiegt nach bisherigen Angaben insgesamt rund 130 Tonnen. Andere mögliche Routen durch Duisburg gelten deshalb derzeit als kaum nutzbar. Die Berliner Brücke auf der A59 ist für solche Schwerlasten nicht mehr geeignet. Auch der Bereich rund um das Kreuz Kaiserberg kommt wegen der Großbaustelle und der Engstellen als Strecke kaum infrage. Deshalb bleibt nach Einschätzung von Gegnern und Beobachtern vor allem die A42 mit der Beeckerwerther Rheinbrücke als realistische Rheinquerung im Duisburger Autobahnnetz.

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Drohnenverbot als Hinweis auf die mögliche Strecke

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Ein weiterer Hinweis auf die Route ist eine zeitweise eingerichtete Flugverbotszone für Drohnen. Sie gilt seit Freitag (20.03.) bis zum 27. März entlang mehrerer Autobahnabschnitte in NRW und schließt auch Teile der A57 und A42 in Duisburg ein. Begründet wurde sie von der „Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt“ mit einem polizeilichen Einsatz. Die an den Protesten beteiligten Anti-Atomkraft-Organisationen üben scharfe Kritik am Sicherheitskonzept der Transporte sowie der gesamten Atompolitik. Die Aktivisten appellieren deshalb an Innenminister Reul, den Transport unverzüglich abzusagen.

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BUND Duisburg warnt vor Sicherheitsrisiken

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Kritik kommt weiter vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Die Vorsitzende des BUND Duisburg, Kerstin Ciesla, sagt: "Wir halten es für unverantwortlich, diese Transporte durchzuführen - besonders in diesen unsicheren Zeiten und über kaum zu schützende Autobahnen.“ Für den BUND gehöre der Atommüll nicht auf die Autobahnen oder in ein Zwischenlager wie in Ahaus. Der Atommüll solle in Jülich bleiben." Der BUND hatte auch juristisch gegen das Vorhaben gekämpft. Eilanträge gegen die Transporte wurden von Gerichten allerdings zurückgewiesen.

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Mahnwache in Duisburg-Baerl geplant

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Der BUND NRW plant für heute Abend (24.03.) eine Mahnwache in Baerl in der Nähe der vermuteten Strecke. Treffen ist laut Ankündigung um 20 Uhr an der Ecke Hegentweg / Rheindeichstraße mit Blick auf die Beeckerwerther Rheinbrücke. Dort wollen Gegner der Transporte ein Zeichen gegen die geplanten Fahrten setzen. Ob der Konvoi dann tatsächlich in dieser Zeit vorbeifährt, ist offen.

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Worum es bei den Castor-Transporten geht

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Transportiert werden Brennelemente-Kugeln aus dem früheren Versuchsreaktor in Jülich in das Zwischenlager Ahaus. Die gut 170 Kilometer lange Strecke soll mit Spezial-Lkw zurückgelegt werden. Nach den vorliegenden Angaben geht es um rund 300.000 Kugeln in 152 speziellen Behältern, sogenannten Castor-Behältern. Castor-Behälter sind eigens entwickelte, schwere Stahltonnen zur Lagerung von ausgedienten, radioaktiven Brennelementen. Ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll gibt es in Deutschland weiterhin nicht. Deshalb ist das Thema auch politisch und gesellschaftlich seit Jahren hoch umstritten.

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