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Atommülltransport durch NRW?
© Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
Atom-Müll Castor-Transport auf der A2, am Mittwoch den 25. März 2026 in Bottrop
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Atommülltransport durch NRW?

Atomkraftgegner erwarten heute Abend (05.05.) den dritten Castortransport mit Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. An mehreren Stellen der Strecke sind wieder Aktionen geplant, unter anderem eine Mahnwache in Jülich um 18 Uhr und eine Fahrraddemo in Ahaus um 18:30 Uhr. Eine offizielle Bestätigung für die Fahrt durch NRW gibt es bislang nicht.

Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 11:19

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Transporte bisher ohne Zwischenfälle

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Die ersten beiden Castor-Transporte in den vergangenen Wochen verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Begleitet werden die Fahrten jeweils von einem großen Polizeiaufgebot.

Insgesamt sollen rund 288.000 Brennelementkugeln aus einem ehemaligen Versuchsreaktor in Jülich nach Ahaus gebracht werden. Der Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor war von 1967 bis 1988 in Betrieb. Die Brennelemente strahlen weiterhin und wären außerhalb der Castor-Behälter hochgefährlich. Ein Behälter fasst bis zu 1.900 Kugeln mit zusammen etwa zwei Kilogramm Brennstoff. Ein beladener Castor wiegt rund 27 Tonnen, ein kompletter Sattelzug mit Behälter knapp 130 Tonnen.

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Großprojekt mit hohen Kosten

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Geplant ist der Transport von insgesamt 152 Castor-Behältern über etwa 170 Kilometer Autobahn durch das Ruhrgebiet. Pro Fahrt können bis zu drei Behälter transportiert werden, die in kilometerlangen Kolonnen unterwegs sind und von mehreren Tausend Polizeikräften begleitet werden. Die Kosten für Transport und Vorbereitung liegen bei rund 90 Millionen Euro, weitere 50 Millionen Euro sind für Zwischen- oder mögliche Endlagerung vorgesehen. 70 Prozent übernimmt der Bund, 30 Prozent das Land Nordrhein-Westfalen. Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht: Das Zwischenlager in Jülich soll geräumt werden, weil die Erdbebensicherheit dort nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte.

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