
Der Castor-Transport von Jülich nach Ahaus hat in der Nacht den Duisburger Norden passiert. Kerstin Ciesla vom BUND bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass der Spezial-LKW mit dem Castor-Transporter gegen 00:10 Uhr über die Beeckerwerther Rheinbrücke im Norden von Duisburg gerollt ist. Wie erwartet war der mutmaßlich erste Castor-Transporter auf der A42 unterwegs. Damit passierte der Konvoi auch sieben Stadtteile im Duisburger Norden: Baerl, Beeckerwerth, Beeck, Bruckhausen, Alt-Hamborn, Obermeiderich und Neumühl. Die Fahrt wurde in Duisburg von Protest begleitet.
Mahnwache des BUND bis in den frühen Morgen
Wegen des Transports hatte es bis in den frühen Morgen eine Mahnwache gegeben. Dazu hatte der BUND Duisburg aufgerufen. Dem Aufruf sind rund 50 Menschen gefolgt, die jeweils mit etwa 20 Leuten zeitgleich vor Ort gewesen waren. Mit Fahnen und Plakaten äußerten sie Kritik an dem Transport des Atommülls. Die Aktion fand im Bereich der A42-Brücke bei Baerl und Beeckerwerth statt.
Vier Stunden rollt Castor-Transport durch NRW
Der Castor-Transport war laut Angaben der WAZ kurz nach 22 Uhr vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gestartet. Rund vier Stunden dauerte die Fahrt. Um 02:07 Uhr ist der Tranpsort ohne Zwischenfälle in Ahaus angekommen.Über 170 Kilometer legte der Transporter auf seiner Strecke durch NRW zurück. Am Ziel demonstrierten Atomgegner.
Viele Konvois werden folgen
Die Kolonnenfahrt auf der Autobahn ist lediglich der Auftakt einer ganzen Serie von Atommüll-Transporten. Nur ein einziger Castor-Behälter mit strahlender Altlast ist bei dieser großangelegten Aktion aus dem früheren Versuchsreaktor Jülich verlegt worden. Weitere 151 Castor-Behälter sollen ebenfalls auf der Straße zum Zwischenlager Ahaus transportiert werden.