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Apothekensterben geht weiter: Duisburg verliert sechs Apotheken im Jahr 2025
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Apothekensterben geht weiter: Duisburg verliert sechs Apotheken im Jahr 2025

Insgesamt sechs Apotheken mussten letztes Jahr in Duisburg schließen. Was das für die Menschen bedeutet.

Veröffentlicht: Mittwoch, 14.01.2026 09:55

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In Duisburg geht das Apothekensterben weiter: 2025 mussten sechs Apotheken schließen, während nur eine neue eröffnet wurde. Das hat die Apothekerkammer Nordrhein gemeldet. Für die Menschen in Duisburg bedeutet das längere Wege zur nächsten Apotheke, vor allem nachts oder am Wochenende. Die verbliebenen Apotheken müssen die Lücken ausgleichen und haben damit deutlich mehr zu tun.

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43 Apotheken in Nordrhein weniger

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Nicht nur Duisburg ist betroffen: Im gesamten Bezirk der Apothekerkammer Nordrhein sank die Zahl der Apotheken 2025 von 1.940 auf 1.897 – ein Minus von 43 Betrieben. Zwar wurden fünf neue Apotheken eröffnet, doch 48 mussten schließen. Duisburg gehört zusammen mit Düsseldorf zu den am stärksten betroffenen Städten. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort, der bereits seit Jahren anhält.

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Vor Ort bleiben Apotheken unverzichtbar

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"Die Apotheken vor Ort sind weiterhin das Rückgrat der Arzneimittelversorgung: kompetent, niederschwellig, persönlich und unverzichtbar", betont Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer. Gleichzeitig würden steigende Kosten, Fachkräftemangel und strukturelle Probleme vielen Apotheken das Leben schwer machen. Ohne politische Unterstützung und ein angepasstes Apothekenhonorar sei die flächendeckende Versorgung auf Dauer gefährdet. Um die wohnortnahe Arzneimittelversorgung dauerhaft zu sichern, sieht die Apothekerkammer Nordrhein die Bundesregierung in der Pflicht. Zwar haben CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag eine Erhöhung des Apothekenhonorars angekündigt, im Referentenentwurf zur Apothekenreform fehlt diese jedoch vollständig.

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