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Amphibienwanderung in Duisburg
© Kathrin Hänig / Radio Duisburg
Ein Frosch ist beim Ernten der Süßkartoffeln aufgeschreckt.
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Amphibienwanderung in Duisburg

In Duisburg hat die Amphibienwanderung begonnen. Wovor die Stadt jetzt warnt.

Veröffentlicht: Montag, 23.02.2026 12:53

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Mit den steigenden Temperaturen beginnt in Duisburg die jährliche Amphibienwanderung. Bis Mitte oder Ende April sind besonders abends bei feuchtem Wetter zahlreiche Erdkröten, Grasfrösche und Molche unterwegs zu ihren Laichgewässern. Die Untere Naturschutzbehörde appelliert an alle Autofahrer, besonders vorsichtig zu sein.

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Vorsicht bei Nachttemperaturen über 5 Grad

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Sobald die Temperaturen nachts über 5 Grad steigen, setzen sich Tausende Amphibien in Bewegung. Die Untere Naturschutzbehörde Duisburg ruft Autofahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. In bekannten Wandergebieten weisen Verkehrsschilder auf die Gefahr hin. Besonders kritisch: Schon geringe Geschwindigkeiten können für die Tiere tödlich sein. Bereits ab 30 km/h verursachen Fahrzeuge Luftdruckveränderungen, die die inneren Organe der Amphibien schädigen – oft ohne direkten Kontakt. Untersuchungen zeigen, dass selbst wenig Verkehr ausreicht, um viele wandernde Tiere zu töten.

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Helfer im Einsatz

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Zahlreiche freiwillige Helfer sind in den Morgen- und Abendstunden entlang der Straßen unterwegs. Sie sammeln die Amphibien an Schutzzäunen ein und tragen sie sicher über die Fahrbahn. Dabei setzen sie sich selbst den Gefahren des Straßenverkehrs aus. Die Stadt bittet Autofahrer, auch auf diese Helfer besonders Rücksicht zu nehmen und die Geschwindigkeit in den betroffenen Bereichen deutlich zu reduzieren.

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So können Bürger helfen

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Wer bislang nicht gekennzeichnete Straßenabschnitte mit Amphibienwanderung kennt, kann diese der Unteren Naturschutzbehörde per E-Mail an unb@stadt-duisburg.de melden. Auch im eigenen Garten lässt sich ein Beitrag leisten: Licht- und Kellerschächte, Gruben oder Außentreppen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Mit geeigneten Abdeckungen können Hausbesitzer verhindern, dass diese zu tödlichen Fallen für die wandernden Tiere werden.

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