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49.500 Duisburger in Teilzeit: Gewerkschaft kritisiert CDU-Vorstoß zu Vollzeitjobs
© NGG Region Nordrhein
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49.500 Duisburger in Teilzeit: Gewerkschaft kritisiert CDU-Vorstoß zu Vollzeitjobs

Fast 50.000 Menschen in Duisburg arbeiten in Teilzeit – drei Viertel davon sind Frauen. Die Gewerkschaft NGG warnt vor geplanten CDU-Regelungen und fordert stattdessen mehr Kitas und bessere Pflege-Infrastruktur.

Veröffentlicht: Freitag, 13.02.2026 06:39

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Die Gewerkschaft NGG fordert die CDU in Duisburg auf, einen umstrittenen Antrag zur Teilzeit-Reform abzulehnen. In Duisburg haben rund 49.500 Menschen einen Teilzeitjob. Besonders betroffen: Frauen. Sie stellen 73 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Nordrhein mitteilt. Die Zahlen stammen von der Arbeitsagentur. Bei den Vollzeitjobs liegt der Frauenanteil dagegen nur bei 30 Prozent.

„Einen Teilzeitjob zu machen ist keine Lust-und-Laune-Entscheidung", erklärt Adnan Kandemir von der NGG Nordrhein. Wer nicht Vollzeit arbeite, habe heute weniger Geld und später eine geringere Rente. Für viele Beschäftigte sei Teilzeit keine Bequemlichkeit, sondern die einzige Möglichkeit, Beruf, Familie und Pflege von Angehörigen zu vereinbaren.

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Scharfe Kritik am CDU-Wirtschaftsflügel

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Der Wirtschaftsflügel der CDU plant, Menschen in Teilzeit künftig einen Vollzeitjob vorzuschreiben – wenn sie gleichzeitig Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen. Kandemir kritisiert den Vorstoß scharf: „Das lässt jedes soziale Gespür vermissen."

Der NGG-Geschäftsführer appelliert an die CDU in Duisburg und die regionalen Delegierten, den Antrag auf dem Parteitag am 20. und 21. Februar in Stuttgart abzulehnen. Es bringe nichts, Menschen „die Daumenschrauben anzuziehen, um sie zum Vollzeitpensum im Job zu zwingen".

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Fehlende Kitaplätze bremsen Vollzeitarbeit

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Solange es nicht mehr Kitaplätze gebe, werde es nicht funktionieren, mehr Menschen in Vollzeit zu bringen, so Kandemir. Immerhin habe der Wirtschaftsflügel der Union diesen Punkt nach langem Hin und Her aufgegriffen und sich „damit wenigstens ein Stück weit näher an die Probleme der Beschäftigten herangerobbt".

Auch wer Angehörige pflege, könne nicht einfach alles stehen und liegen lassen, um mehr Stunden im Job zu machen. Hierzu sei eine bessere Infrastruktur bei der Pflege nötig.

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NGG warnt vor Teilzeit-Druck durch Arbeitgeber

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Wenn Beschäftigte allerdings in der Lage seien, Vollzeit zu arbeiten, sollten sie sich „nicht mit einem Teilzeitjob abspeisen lassen", betont Kandemir. Die NGG Nordrhein warnt Arbeitgeber in Duisburg davor, ihre Beschäftigten – vor allem Frauen – in Teilzeit zu drängen.

„Entscheidend ist, welches Arbeitspensum man persönlich machen kann und will. Darauf sollten die Beschäftigten pochen", sagt der NGG-Geschäftsführer. Es dürfe nicht darum gehen, dem Betrieb mit einem Teilzeit-Kompromiss entgegenzukommen, wenn man lieber Vollzeit arbeiten möchte.

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