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Ungewöhnlich Wohnen in Duisburg

Wohnen im Wald

Stefan Jeschke wählt Grün. Zumindest, wenn’s um seinen Wohnort geht. Der Förster lebt im Grunde direkt an seinem Arbeitsplatz, nämlich im Forsthaus Aktienberg - mitten im Duisburger Stadtwald. Wer Stefan Jeschke zu Fuß besuchen will braucht einigermaßen festes Schuhwerk und ein bisschen Kondition. Das Forsthaus Aktienberg teilt sich nämlich – gemeinsam mit dem Haus Hartenfels – den Titel „Höchster Punkt Duisburgs".

Das Haus: So stellen sich Kinder das typische Hexenhäuschen vor. Von den einst grünen Fensterläden bröckelt ein wenig Farbe ab, das Grundstück ist umsäumt von einem Lattenzaun.

Die Räumlichkeiten: Praktisch und gemütlich. Und viel Holz!

Das Ambiente: Mehr Ruhe findet man in Duisburg kaum. Nur die kreischende Motorsägen im Stadtwald stören ab und an das Idyll.

Die Lage: Fragen sie mal den Postboten. Der ist froh, dass er mittlerweile ein Auto hat.

 

 

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Wohnen im Bunker

Im zweiten Weltkrieg war er ein sicherer Zufluchtsort für viele Duisburger – jetzt dient der alte Hochbunker an der Oberstraße als Wohnraum.

Das Haus: Von außen ist der Bunker kein großer Blickfang – ein grauer Betonquader, der immerhin nachträglich mit Fenstern versehen wurde.

Die Räumlichkeiten: Da der Bunker mittlerweile Fenster hat, sind glücklicherweise nicht alle Räume komplett dunkel. Eine lichtdurchflutete Wohnung sieht allerdings auch anders aus. Dennoch: Es ist gemütlich, hier (siehe: Ambiente)!

Das Ambiente: Tamara mag Kerzen, Kronleuchter und alte Möbel. Das Wohnzimmer wirkt dadurch wie ein kleiner, mittelalterlicher Speisesaal.

Die Lage: Shopping- und Ausgehmöglichkeiten findet Tamara in unmittelbarer Nähe. Der Bunker steht auf der Oberstraße, genau zwischen Königstraße und Innenhafen.

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Wohnen im Hebeturm

Im Jahr 1852 wurde das Ruhrort-Homberg Trajekt fertiggestellt. Früher wurden hier Eisenbahnwaggons auf Fähren verladen und über den Rhein nach Ruhrort gebracht. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts diente der Turm kurzzeitig als Jugendherberge. Seit 1988 lebt und arbeitet der Duisburger Künstler Willy Kissmer im Hebeturm (weitere Infos unter www.willykissmer.info)

Das Haus: Imposant! Allein die alten Klinkerwände sind ein echter Hingucker. Der Hebeturm ist sieben Stockwerke hoch. In den unteren Etagen lebt Willy Kissmer, gemeinsam mit seiner Frau – oben arbeitet er. 

Die Räumlichkeiten: Der Hausherr hat Geschmack. Ist ja schließlich auch ein Künstler. Eine gelungene Mischung aus modernen Bildern, alten Möbeln, Farbklecksen, Staffeleien, Holzfußboden – und viel Freifläche.

Das Ambiente: Zwischen Flohmarkt-Chique und Designmöbel. So geht individuelles Einrichten.

Die Lage: Aus dem Schlafzimmerfenster schaut man direkt auf den Eisenbahnhafen, das Atelier in der obersten Etage bietet einen traumhaften Blick über den Rhein auf Duisburg.

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Wohnen im Zoo

Auch Sven van Kamp lebt direkt an seinem Arbeitsplatz. Er ist Delfinpfleger im Duisburger Zoo. Vom Garten aus kann er durch ein großes rundes Fenster direkt ins Delfinarium gucken. Und durch kleine Fenster im Boden kann er sogar nach Feierabend beobachten, wie die Tiere unter seinem Garten herschwimmen.

 

Das Haus: Das einzige Wohnhaus im Duisburger Zoo ist kleiner Bungalow.

Die Räumlichkeiten: Erstaunlicherweise hängt an den Wänden kein einziges Delfinfoto. Dafür sammelt Vater Sven van Kamp leidenschaftlich Action-Figuren. Die Einrichtung ist nicht außergewöhnlich, sondern modern und zweckgebunden. Das Sofa könnte auch in allen anderen jungen Familienhaushalten stehen.

Das Ambiente: Insbesondere Abends, wenn alle Zoobesucher fort sind ist der Garten von Familie van Kamp ein traumhafter Ort. Wer sonst kann beim Feierabendbier Delfine singen hören? Ein Paradies für Kinder!

Die Lage: Zu Fuß in die Stadt? Sitzt wohl kaum drin. Sollte ihnen beim nächsten Zoobesuch eine Familie mit Einkaufstüten begegnen, so sind das mit Sicherheit die van Kamps.

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